Den jüngsten Wirtschaftsprognosen der Kommission zufolge wird das Wirtschaftswachstum in der EU drastisch sinken: auf 1,4 % im Jahr 2008 (2007 war es noch doppelt so hoch) und 0,2 % im Jahr 2009, bevor es 2010 wieder auf 1,1 % ansteigt. Für die Eurozone werden 1,2 %, 0,1 % und 0,9 % erwartet. Diese Zahlen liegen unter denen der Frühjahrsprognosen.
Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums wird zu einer Abschwächung des Inflationsdrucks beitragen. Da auch die Ölpreise sinken, verringert sich die Gefahr von Dominoeffekten, die zu einer höheren allgemeinen Inflation führen könnten. Während 2007–2008 noch 6 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, wird für 2009–2010 nur noch mit einer geringfügigen Verbesserung der Beschäftigungslage gerechnet. Schätzungen zufolge wird die Arbeitslosenquote zwischen 2008 und 2010 um rund einen Prozentpunkt steigen.