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Betriebswirtschaft
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Sonntag, 15. Juni 2008 |
10.06.2008 - Anlässlich der internationalen Fachmesse für Robotik AUTOMATICA in München hat die EU-Kommission eine neue Initiative zur Förderung der europäischen Robotik angekündigt. Demnach wird die EU ihre Investitionen bis 2010 verdoppeln und die europäische Robotikforschung mit fast 400 Millionen Euro fördern. Das Programm soll Wissenschaft und Industrie stärker miteinander verknüpfen. Geplant ist die Finanzierung breit angelegter Versuchsreihen in der wissenschaftlichen Forschung und der Industrie. EU-Kommissarin Viviane Reding, zuständig für die Informationsgesellschaft, dazu: „Die europäische Automationsbranche hat hier die klare Chance, nicht nur ihre Führung zu behaupten, sondern weiter zu wachsen und ihre Bedeutung in der Wertschöpfungskette zu erhöhen. Dazu muss die Industrie aber in mehreren Bereichen aktiver werden.“
Auf dem Gebiet der Industrieroboter für die Automatisierung befindet sich die EU heute in einer guten Ausgangsposition, denn mehr als ein Drittel aller Industrieroboter werden in Europa hergestellt. Das Wachstum des Robotikmarkts wird in den kommenden beiden Jahrzehnten einen bedeutenden Anteil an der Entwicklung der Weltwirtschaft haben. Die International Federation of Robotics (IFR) schätzt das Volumen des internationalen Robotikmarkts auf etwa 4 Milliarden Euro und rechnet bis 2010 mit einem jährlichen Zuwachs von 4,2 Prozent. Serviceroboter, die außerhalb der industriellen Fertigung eingesetzt werden können, bieten gute Chancen für neue Anwendungen und eine Marktausdehnung. Dieser Markt dürfte nach Angaben der IFR zwischen heute und 2010 um jährlich 10–15 Prozent wachsen. Gleichzeitig wird voraussichtlich die Zahl der professionell eingesetzten Serviceroboter von 40.000 im Jahr 2006 auf 75.000 im Jahr 2010 ansteigen. Serviceroboter finden in vielen Bereichen Verwendung, z. B. zur Warenverteilung, zur Reinigung von Fahrzeugen, in der Landwirtschaft und in medizinischen Anwendungen. Als Teil ihres mit 400 Millionen Euro ausgestatteten Forschungsprogramms hat die EU-Kommission damit begonnen, einen Mechanismus für den Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Industrie aufzubauen, damit europäische Forschungseinrichtungen industriebewährte Roboter für ihre groß angelegten Versuche nutzen können. Dafür werden die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse direkt in die beteiligten Unternehmen zurückfließen. Quelle und weitere Informationen: EU-Aktuell |