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Wirtschaftsentwicklung
Betriebswirtschaft
Montag, 19. Mai 2008

Ein Wirtschaftswachstum von über zwei Prozent dieses Jahr hält das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) für realistisch.

In seinem jüngsten Konjunkturbarometer prognostiziert das DIW für das zweite Quartal 2008 ein Wachstum von 0,5 Prozent, 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahresquartal. Damit bleibt die deutsche Wirtschaft nach dem für viele Ökonomen überraschend dynamischen ersten Quartal auch im zweiten Vierteljahr gut in Fahrt.

Sollten sich diese Zahlen bestätigen, so das DIW, dann wäre bereits heute ein Jahreswachstum von 2,0 Prozent erreicht.
Positiv ist dabei die zunehmende Bedeutung der Binnenkonjunktur. Zum einen nutzt die hohe Investitionsnachfrage vieler Unternehmen der Industrie, zum anderen beschleunigt sich der private Konsum. Sinkende Arbeitslosigkeit und gute Lohnabschlüsse wirken sich hier aus. So verbucht der Handel höhere Umsätze. Dabei kommt den Verbraucherinnen und Verbrauchern auch zugute, dass die Teuerungsrate im April gegenüber März leicht abgenommen hat.
Der Aufschwung tut der Beschäftigung gut. In dieses erfreuliche Bild passen auch die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Beschäftigung in der Industrie. Dort waren im März 2008 147.500 oder 2,8 Prozent mehr Menschen beschäftigt als im Vorjahresmonat. Damit schafft das verarbeitende Gewerbe so viele Arbeitsplätze wie seit Beginn der Erhebungen 1995 nicht mehr. Den größten Beschäftigungszuwachs verbuchten mit 5,8 Prozent der Maschinenbau, mit 5,3 Prozent die Herstellung von Metallerzeugnissen und mit 2,9 Prozent die Automobilindustrie. Damit arbeiten insgesamt über 5,3 Millionen Menschen in Betrieben des verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten.

Das DIW stellt monatlich sein Konjunkturbarometer vor. Es ist ein Indikator der aktuellen Konjunkturtendenz in Deutschland. Das Barometer liefert eine Schätzung für das reale Bruttoinlandsprodukt des jeweils abgelaufenen Quartals beziehungsweise des laufenden Quartals. Die Berechnungen stützen sich auf Indikatoren wie Produktion und Umsatz in wichtigen Wirtschaftsbereichen.

Quelle: Bundesregierung.de 

 



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