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Ein Wirtschaftswachstum von
über zwei Prozent dieses Jahr hält das Deutsche Institut für
Wirtschaftsforschung (DIW) für realistisch.
In seinem jüngsten
Konjunkturbarometer prognostiziert das DIW für das zweite Quartal 2008
ein Wachstum von 0,5 Prozent, 0,2 Prozentpunkte über dem
Vorjahresquartal. Damit bleibt die deutsche Wirtschaft nach dem für
viele Ökonomen überraschend dynamischen ersten Quartal auch im zweiten
Vierteljahr gut in Fahrt.
Sollten sich diese Zahlen
bestätigen, so das DIW, dann wäre bereits heute ein Jahreswachstum von
2,0 Prozent erreicht.
Positiv ist dabei die zunehmende Bedeutung der
Binnenkonjunktur. Zum einen nutzt die hohe Investitionsnachfrage vieler
Unternehmen der Industrie, zum anderen beschleunigt sich der private
Konsum. Sinkende Arbeitslosigkeit und gute Lohnabschlüsse wirken sich
hier aus. So verbucht der Handel höhere Umsätze. Dabei kommt den
Verbraucherinnen und Verbrauchern auch zugute, dass die Teuerungsrate
im April gegenüber März leicht abgenommen hat.
Der Aufschwung tut
der Beschäftigung gut. In dieses erfreuliche Bild passen auch die heute vom
Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Beschäftigung in
der Industrie. Dort waren im März 2008 147.500 oder 2,8 Prozent mehr
Menschen beschäftigt als im Vorjahresmonat. Damit schafft das
verarbeitende Gewerbe so viele Arbeitsplätze wie seit Beginn der
Erhebungen 1995 nicht mehr. Den größten Beschäftigungszuwachs
verbuchten mit 5,8 Prozent der Maschinenbau, mit 5,3 Prozent die
Herstellung von Metallerzeugnissen und mit 2,9 Prozent die
Automobilindustrie. Damit arbeiten insgesamt über 5,3 Millionen
Menschen in Betrieben des verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr
Beschäftigten.
Das DIW stellt monatlich sein Konjunkturbarometer vor.
Es ist ein Indikator der aktuellen Konjunkturtendenz in Deutschland.
Das Barometer liefert eine Schätzung für das reale Bruttoinlandsprodukt
des jeweils abgelaufenen Quartals beziehungsweise des laufenden
Quartals. Die Berechnungen stützen sich auf Indikatoren wie Produktion
und Umsatz in wichtigen Wirtschaftsbereichen.
Quelle: Bundesregierung.de
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