|
Frauen in EU immer noch benachteiligt 23.01.2008 - Frauen sind auf dem europäischen Arbeitsmarkt nach wie vor benachteiligt. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Europäische Kommission heute veröffentlicht hat. Trotz ihres höheren Bildungsniveaus sind weniger Frauen als Männer auf dem Arbeitsmarkt vertreten. Auch ihre Bezahlung ist
nach wie vor schlechter. Der Bericht wird den europäischen Staats- und Regierungschefs bei ihrer Frühjahrstagung Anfang März übermittelt werden. „Mit der Strategie für Wachstum und Beschäftigung ist es uns gelungen, in der EU mehr Arbeitsplätze für Frauen zu schaffen“, sagte der für Chancengleichheit zuständige EU-Kommissar Vladimír Špidla. Das Lohngefälle und die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben seien jedoch noch immer eine Herausforderung. Es bleibe einiges zu tun, um die Arbeitsplätze auch in qualitativer Hinsicht zu verbessern und das Leistungspotential der Arbeitskräfte voll auszuschöpfen, so der Kommissar. Laut Kommissionsbericht sind zwar über 7,5 der 12 Millionen Arbeitsplätze, die in der EU seit 2000 geschaffen wurden, von Frauen besetzt, so dass ihre Beschäftigungsquote nun bei 57,2 Prozent liegt. Dennoch ist die Qualität der Arbeitsplätze von Frauen nach wie vor problematisch. Obwohl 59 Prozent der Universitätsabsolventen Frauen sind, ist ihre Beschäftigungsquote um 14,4 Prozentpunkte niedriger als die der Männer. Zudem verdienen durchschnittlich 15 Prozent weniger je Arbeitsstunde. Frauen haben auch größere Schwierigkeiten, in Führungspositionen zu kommen. Der Anteil weiblicher Manager in Unternehmen nimmt nur sehr langsam zu und steht zurzeit bei lediglich 33 Prozent. Der Kommissionsbericht fordert die Schaffung neuer und besserer Arbeitsplätze. Ein besonderes Augenmerk sollte auch auf der Verbesserung von Angebot und Qualität der Dienste liegen, die dabei helfen, Berufs- und Privatleben zu vereinbaren. So wäre Frauen und Männern, die abhängige Personen betreuen, eine nachhaltige (Wieder-)Eingliederung in den Arbeitsmarkt möglich. Zum Bericht der Kommission über die Gleichstellung von Frauen und Männern gelangen Sie hier. ©EU-Kommission |