Erhebung
des Statistischen Bundesamtes zur Erwerbstätigkeit in Deutschland.
Laut Statistischem Bundesamt gab es 2008 34,7 Millionen Erwerbstätige in
Deutschland. Davon befanden sich 22,9 Millionen in einem
Normalarbeitsverhältnis und 7,7 Millionen in einem atypischen
Beschäftigungsverhältnis. 3,8 Millionen Erwerbstätige sind
selbstständig, davon 2,1 Millionen ohne angestellte Beschäftigte
(Solo-Selbstständig).
Besondere
Beachtung sollte ein Blick auf die atypische Beschäftigung bekommen.
4,9
Millionen der insgesamt 7,7 Millionen Beschäftigten arbeiten weniger
als 21 Stunden pro Woche. 2,6 Millionen sind geringfügig
Beschäftigte und 610 Tausend sind als Zeitarbeitnehmer Beschäftigt.
In
diesen Bereiche gibt es teilweise auch Überschneidungen. Zum Beispiel sind 1,9
Millionen Personen nicht nur in Teilzeit, sondern auch geringfügig
beschäftigt.
Im
Vergleich zu 1998 hat es eine deutliche Veränderung in der Struktur
der Erwerbstätigen
hinsichtlich
der Erwerbsformen gegeben. Der Anteil der Personen in
Normalarbeitsverhältnissen ist von 72,6% um 6,6 Prozentpunkte
gefallen. Der Anteil der atypisch Beschäftigten ist von 16,2% um 6,0
Prozentpunkte, und der Anteil der Solo-Selbstständigen von 6,0% um
einen Prozentpunkt gestiegen.
Der Aufwärtstrend im Krankenstand nimmt 2008 weiter zu
Nachdem in den letzten Jahren die Krankenstände in deutschen Unternehmen historische Tiefststände erreicht haben, steigen seit 2007 die Fehlzeiten wieder leicht an.
Auch im Jahr 2008 setzt sich der Aufwärtstrend fort. Von Januar bis Oktober lag der Krankenstand bei 3,8 Prozent, im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 3,7 Prozent.
Die gravierendsten Steigerungsraten bei den Fehlzeiten weisen nach wie vor psychische Erkrankungen auf.
Im gesamten Jahr 2007 fehlten die Arbeitnehmer krankheitsbedingt an 12,8 Tagen, während 2006 mit 12,4 Tagen die geringsten Krankentage seit 30 Jahren gemeldet wurden. Über das gesamte Jahr 2007 betrug der Krankenstand 3,5 Prozent und lag damit leicht über dem Vorjahreswert (0,1 Prozent). Bereits 2006 zeigt sich ein Abflachen des langjährigen Rückgangs (2006: 12,4 Tage; 2005: 12,6 Tage; 2004: 13 Tage).
Der BKK Bundesverband erfasst und analysiert die gesundheitlichen Befunde von jedem vierten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland; im Jahr 2007 waren dies 6,5 von 26,8 Millionen. Diese Analyse bildet damit ein repräsentatives Bild des Krankheitsgeschehens in der Arbeitswelt.
In § 5
Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) verpflichtet das Arbeitsrecht den Arbeitgeber jedem Mitarbeiter, im Falle
einer Arbeitsunfähigkeit das Entgelt fortzuzahlen. Der Arbeitnehmer muss im
Gegenzug den Arbeitgeber unverzüglich
informieren (Krankmeldung).
Aber an wen ist die
Krankmeldung konkret zu richten und was ist für alle Beteiligten sonst zu
beachten?
Psychische Belastungen im Unternehmen kosten 6,3 Milliarden Euro –
Kampagne „Move Europe“ fördert Stressmanagement am Arbeitsplatz
In Deutschland entstehen durch arbeitsbedingte psychische
Belastungen jährlich volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 6,3
Milliarden Euro. Darin sind laut einer aktuellen Studie des BKK
Bundesverbandes 3 Milliarden Euro direkte Kosten für die
Krankheitsbehandlung und weitere 3,3 Miliarden Euro
Produktionsausfallkosten enthalten. Insgesamt entstehen durch
arbeitsbedingte Erkrankungen und Frühberentung volkswirtschaftliche
Kosten von 44 Milliarden Euro.
10.06.2008
- Die EU-Kommission hat die politische Einigung der EU-Arbeits- und
Sozialminister zur Arbeitszeit und Zeitarbeit begrüßt.
EU-Beschäftigungskommissar Spidla erklärte: "Für die europäischen
Arbeitnehmer wurde mit der Einigung viel erreicht und der soziale
Dialog gestärkt. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass Flexibilität und
Sicherheit - die so genannte Flexicurity - im Tandem erreicht werden
können: wir haben für Arbeitnehmer und Zeitarbeiter mehr Sicherheit und
bessere Arbeitsbedingungen geschaffen und trotzdem die Flexibilität
erhalten, die die Wirtschaft braucht und die Arbeitnehmer sich
wünschen, um Berufs- und Familienleben besser miteinander verbinden zu
können. Jetzt ist das Europäische Parlament am Zug, und ich hoffe sehr,
dass diese solide Einigung im Plenum eine Mehrheit finden wird."