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Ölpreise
Kostenrechnung

11.06.2008 - Die EU-Kommission hat heute ein politisches Maßnahmenpaket zur Minderung der Folgen weltweit steigender Brenn- und Kraftstoffpreise vorgelegt.

Darin werden die strukturellen und zyklischen Faktoren analysiert und koordinierte politische Gegenmaßnahmen vorgeschlagen. Diese umfassen u.a. eine größere Energieeffizienz in Unternehmen und in privaten Haushalten, Vorschläge für eine größere Offenheit von Ölaktien sowie die Unterstützung für die Organisation eines internationalen Gipfeltreffens der größten Ölerzeugerländer und Ölverbraucherstaaten. EU-Kommissionspräsident Barroso erklärte:

„Die steigenden Ölpreise schmälern die Kaufkraft aller EU-Bürger und insbesondere von Familien mit geringem Einkommen. Dagegen gibt es kein rasches Gegenmittel, aber ich bin überzeugt, dass wir die Auswirkungen plötzlicher Preisanstiege erheblich mindern können, wenn es uns gelingt, eine strukturierte Antwort zu finden".

Barroso weiter: "Kernpunkt unseres Konzepts ist die vollständige Umsetzung des von der EU-Kommission vorgelegten Energie- und Klimawandelpakets, das Maßnahmen für eine verstärkte Energiediversifizierung, für eine gesicherte Energieversorgung und für eine größere Energieeffizienz umfasst.“ Die Empfehlungen werden auf der Tagung des Europäischen Rates vom 19./20. Juni in Verbindung mit der unlängst von der EU-Kommission vorgelegten Mitteilung über den Anstieg der Nahrungsmittelpreise erörtert werden. Die Antwort der EU auf die jüngsten Ölpreisanstiege muss auf der Annahme gründen, dass die Preise mittel- bis langfristig auf hohem Niveau bleiben werden.

Konkret wird dem Rat empfohlen, die rechtlich bindenden Maßnahmen zu erlassen, um seine bis 2020 angestrebten Ziele in den Bereichen erneuerbare Energien, Biokraftstoffe und Treibgasreduktion spätestens Ende 2008 voranzutreiben. Zudem sollen die Bemühungen zur Förderung einer größeren Energieeffizienz der Wirtschaft und der privaten Haushalte gestärkt werden, damit entsprechend den vereinbarten Zielen raschere und größere Einsparungen möglich werden. Und schließlich empfiehlt die EU-Kommission die Organisation eines internationalen Gipfeltreffens der größten Ölförderstaaten und Ölverbraucherländer zum Thema Ölmärkte und die Unterstützung der bestehenden regionalen und bilateralen Dialoge, um einen besseren Marktzugang eine größere Markttransparenz zu bewirken. Die EU-Kommission selbst wird in der kommenden strategischen Energieüberprüfung über das Funktionieren der Roh- und Mineralölmärkte Bericht erstatten und bis Jahresende Vorschläge zur Offenheit von Ölaktien unterbreiten. Zudem wird die EU-Kommission noch in diesem Jahr Vorschläge zur Änderung der Energiebesteuerungsrichtlinie und der Eurovignettenrichtlinie vorlegen, um die Anstrengungen für eine größere Energieeffizienz zu verstärken. Ebenfalls noch in diesem Herbst wird die EU-Kommission einen Bericht über den möglichen Rückgriff auf steuerliche Anreize wie reduzierte Mehrwertsteuer-Abgaben zur Förderung von Energieeinsparungen voröffentlichen.

Quelle und weitere Information: EU-Aktuell 

 



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