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Umweltschutz in China
Marketing
Sonntag, 15. Juni 2008
China will erstmals ein Umweltministerium einrichten.

Je nach Studie befinden sich von den zehn schmutzigsten Städten der Welt sieben bis neun in China. Viele Regionen Chinas sind vom Verschwinden natürlicher Ressourcen betroffen. Im Zuge einer Regierungsumstrukturierung sollen fünf neue sogenannte Super-Ministerien geschaffen werden.Diese Pläne, nach denen die bisherige Umweltbehörde SEPA in ein Ministerium umgewandelt werden soll, werde die chinesische Regierung dem Nationalen Volkskongress, der derzeit in Peking tagt, am Dienstagnachmittag vorstellen.

Nach 30 Jahren starken Wirtschaftswachstums kämpft China derzeit mit massiven Umweltproblemen.

Neben einem Umweltministerium sollen auch Super-Ministerien für Industrie und Information, für soziale Sicherheit, für Wohnungsbau, Stadt- und Landentwicklung sowie für Verkehr eingerichtet werden.

Die Umweltverschmutzung in China hat zum Teil verheerende Ausmaße angenommen. Je nach Studie befinden sich von den zehn schmutzigsten Städten der Welt sieben bis neun in China. Durch den hohen Anteil von Kohle als Brennstoff ist die Belastung mit Schwefeldioxid sehr hoch, der Regen ist in weiten Teilen des Landes sauer.

In den letzten Jahren war der SO2-Ausstoß leicht rückläufig, wohingegen die Belastung mit Stickoxiden, besonders aus dem Straßenverkehr, stark zugenommen hat. Das Wachstumspotential an Fahrzeugen ist zudem sehr hoch. Die Verschmutzung betrifft nicht nur die Städte, auch auf dem Land wird der Umwelt schwerer Schaden zugefügt. In der Landwirtschaft die doppelte Menge an Düngemitteln wie im Weltdurchschnitt verwendet.
Das Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die verschmutzten Äcker genug Nahrungsmittel für etwa 65 Millionen Menschen liefern könnten. Etwa die Hälfte der Flüsse ist so verschmutzt, dass sie nicht einmal die niedrigsten chinesischen Umweltstandards einhalten und nicht einmal zur Bewässerung benutzt werden können.

Mittlerweile ist China nach den USA der weltweit größte Produzent von Treibhausgasen, wobei es beim Pro-Kopf-Ausstoß von Treibhausgasen noch recht weit abgeschlagen ist. Es produziert mehr als 36% der weltweiten Schadstoffemissionen. Die Umweltverschmutzung ist für ein stark steigendes Auftreten von Lungenkrankheiten und Krebs verantwortlich. Der China Human Development Report 2002 kam deshalb schon damals zu dem Ergebnis, dass China am Scheideweg stehe und sich für eine grüne Reform entscheiden müsse. Ansonsten drohe die Umweltzerstörung, den erreichten sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt zu behindern oder gar wieder zunichte zu machen.

Quelle und weitere Information: XINHUA  

 



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