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Seite 1 von 2 Marktforschung als Element der Marketing Analyse
Die Marktforschung
steht mit am Anfang aller Bemühungen den Marketing- Kreislauf in Gang
zu setzen. Marktforschung ist wichtig. Das haben heute auch kleine
Unternehmen erkannt.
Der
etwas größere Betrieb mit einem florierendem Geschäftsablauf hat eigene
Spezialisten, holt sich externe Berater oder gibt einen
Forschungsauftrag an ein Marktforschungsinstitut.
Doch wie kann der Klein- oder Mittelbetrieb die wichtigen Marktdaten erheben, ohne sich gleich finanziell und/ oder personell zu Verausgaben?
Muss der KMU auf die wichtigen Daten verzichten und sein Marketing im Informationsnebel betreiben?
Am Anfang aller Bemühungen zur Marktforschung stehen Fragen:
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Wie ist der Markt (Volumen, räumliche Ausdehnung)
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Wie ist die Struktur des Marktes (genutzte Vertriebswege)
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Wie sind seine Entwicklungstendenzen (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft)
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Wie ist der Wettbewerb (Produktprogramm, Stärken und Schwächen, Vertriebswege)
Woher und wie können die benötigten Informationen beschafft werden, und das mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand?
Freies Informationsmaterial
Wir leben heute in einem Informationszeitalter. Informationen (rechtzeitig) zu haben, kann über den Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmung entscheiden.
Aber
wir können auch aus einer nie da gewesenen Anzahl an
Informationsquellen schöpfen. Insbesondere das Internet ermöglicht
einen raschen und recht umfassenden Überblick und Zugriff auf frei
verfügbare Informationen zu einem Thema.
Zur Nutzung stehen unter Anderem zur Verfügung:
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Statistisches Bundesamt
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Statistische Jahrbücher
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Statistische Erhebungen von Gemeinden, IHK, Verbänden, u. A.
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Sonderberichte über einzelne Märkte
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Firmendetails auf deren Internetpräsentation
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Informationen zu Produktaktualität und -Akzeptanz beim Kunden
Aus
diesen Quellen lassen sich in der Regel die Größe und regionale
Aufteilung des Zielmarktes ermitteln und gewisse Verschiebungen und
Trends erkennen. Mit einigem Geschick und Verständnis für Zahlen und
deren Aufbereitung lassen sich aus diesen preiswerten und jederzeit
verfügbaren Quellen eine Fülle von Basisinformationen gewinnen. Dazu
kommen die zahlreichen Veröffentlichungen in den Pressemedien.
Auch
im eigenen Unternehmen gibt es wertvolle Informationen im Archiv oder
der Verkaufsabteilung. Hier sind besonders Produktions- und
Absatzstatistiken, Berichte über die Verkaufsorganisation von
Interesse. Berichte über Reklamationen, Statistiken über Angebote, die
nicht zum Erfolg geführt haben, sowie Auskünfte der Techniker,
Verkäufer und Marketingleute runden das Bild ab.
Meist wird man auch in Katalogen oder Verkaufsunterlagen des Wettbewerbs fündig.
Analysen über die Wettbewerbsprodukte und ihrer Verwendungsmöglichkeiten sowie verschiedene andere Daten stehen hier zur Verfügung.
Mit wenig Aufwand und Kosten lassen sich schon sehr wichtige Informationen zusammenstellen und auswerten.
Zielgruppeninformation
Bald zeigen sich jedoch deutlich auch die Grenzen der auf diese Weise erhaltenen Informationen.
Die
vorhandenen oder verfügbaren Unterlagen werden in den seltensten
Fällen alle benötigten Informationen enthalten. Fragen bleiben offen.
Warum hat man ausgerechnet bei einigen Abnehmergruppen mit dem eigenen Angebot so wenig Erfolg?
Woran
liegt das? Antworten auf solche Fragen können nur mit Hilfe einer
direkten Befragung gewonnen werden. Dies kann geschehen durch die
Einschaltung eines Marktforschungsinstitutes, durch Befragungen mit
Hilfe von Mitarbeitern des eigenen Hauses oder durch den Einsatz eines
Call-Centers. Auch der eigene Außendienst kann dezent im Kundenkreis
recherchieren.
In bestimmten Fällen ist die Entscheidung zum Einsatz eines Marktforschungsinstitutes
unerlässlich, besonders dann, wenn umfassende, zuverlässige und
statistisch abgesicherte Marktinformationen gewonnen werden müssen.
Dies
wird unter Anderem bei der Einführung eines neues Produktes notwendig
sein, wobei als zusätzliche Bedingung hinzukommen kann, dass das unser
Unternehmen selbst anonym bleiben sollte.
Eigene, persönliche Befragungen
können vorwiegend dort mit Erfolg angewendet werden, wo kleinere
Spezialprobleme gelöst werden müssen. Durch Gespräche, etwa mit
wichtigen Kunden, kann man sich an das gestellte Problem heran tasten
und erste, grundlegende Informationen sammeln.
Es
muss ein vorstrukturierter Gesprächsleitfaden (Fragebogen) entworfen
werden. Nur dadurch können die Antworten quantifiziert, die
Einzelaussagen untereinander verglichen werden. Meist wird man sich aus
Kapazitäts- und Zeitgründen auf etwa 20 bis 40 Interviews beschränken
müssen. Auch bei solch geringen Fallzahlen sollte man jedoch unbedingt
darauf achten, dass die befragten Personen auch repräsentativ für den
Kundenkreis sind.
Vorsicht
ist bei der Auswertung der Befragung geboten: Nur bei eindeutigen,
übereinstimmenden Aussagen der Befragten wird man die
Befragungsergebnisse einer Entscheidung zugrunde legen können.
Ansonsten können allenfalls Tendenzen abgeleitet werden, die in einer
nachfolgenden repräsentativen Marktbefragung verifiziert werden müssen.
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